Projekt Etxauri
Die Perrera Etxauri liegt in Nordspanien bei Pamplona ca. 100 km von der französischen Grenze entfernt. Etxauri war - bevor unser Partnerverein vor Ort "Txikas de Etxauri" sich der Hunde annahm - eine ganz "normale" klassische Tötung, d.h. alle  Hunde wurden nach der gesetzlichen Wartefrist rigoros getötet, wenn sie nicht das Glück hatten, vorher ein Zuhause zu finden. Durch die Präsenz und das Engagement der Txikas und vieler helfenden Tierschützer und Tierschutzvereine konnten in den letzten Jahren Tötungen verhindert werden. Mittlerweile besteht in Etxauri diesbezüglich nur noch Gefahr, wenn die Perrera hoffnungslos überfüllt ist.
Etxauri hat 40 Zwinger á ca. 10 m² (aufgeteilt in einen Innen- und einen Außenbereich), die für 2 Hunde ausgelegt sind. Es haben also 80 Hunde Platz in Etxauri. Meist sind es aber weit mehr als 100, oft bis zu 150 Hunden, die dort beherbergt werden. 

Keine Tötungen heißt aber leider nicht automatisch weniger Leid für die Hunde. Im Gegenteil, denn dadurch dass die Hunde a) wenig und schlechtes Futter bekommen, b) keinerlei medizinische Versorgung erhalten, c) der Witterung (gerade im Winter) nahezu schutzlos ausgeliefert sind, d) in oft völlig überfüllten Zwingern zusammengepfercht werden, ist es für sie ein Dahinvegetieren, ein Tod auf Raten, der sehr grausam und langsam verläuft.
Viele Hunde kommen in einem ohnehin schon schlechten Zustand nach Etxauri und bauen dort dann meist rapide ab. In Abhängigkeit ihres körperlichen Zustandes und vor allem auch ihrer psychischen Verfassung, sterben viele nach kurzer Zeit (wenige Tage bis wenige Wochen), wohingegen andere monatelang in Etxauri durchhalten. Man weiß also nie, wie viel Zeit den Tierschützern vor Ort und uns bleibt, einen Hund zu retten.
Immer wieder sterben Hunde an Unterernährung, Beißereien, Krankheiten, Parasiten und im Winter erfrieren sie jämmerlich bei -10 Grad auf kaltem Betonboden.

Die Txikas versuchen mit allen Mitteln, den Hunden zu helfen, denen es besonders schlecht ergeht in der Perrera, sei es durch Zufüttern von Futterspenden, durch ein bisschen Liebe und Zuneigung, durch ein bisschen Abwechslung. Oft holen sie Hunde raus und geben sie in einer der seltenen Pflegestellen in Spanien oder setzen die Hunde in Pension. Dies frisst Unmengen an Kosten, bis die Hunde endlich vermittelt sind. Ist ein Hund offensichtlich krank, bringen sie ihn auf eigene Kosten zum Tierarzt, trotzdem schaffen es viele nicht, weil sie schon zu schwach sind. 
Viele Hunde werden von den Txikas vor Ort vermittelt, aber nicht alle haben diese Chance, in Spanien ein schönes Zuhause zu finden.

Die meisten Hunde in Etxauri sind Abgabehunde, die von Jägern, aber auch von Privatleuten dort entsorgt werden, weil sie ausgedient haben, die ihnen zugedachte Aufgabe nicht mehr zufriedenstellend erfüllen, alt geworden sind oder weil ihre Besitzer ihrer einfach überdrüssig geworden sind. 80 % dieser Hunde sind Jagdhunde wie Setter, Podencos, Pointer, Bretonen und franz. Laufhunde. Aber auch viele Herdenschutzhunde (meist Mastin espanol), Hütehunde, sogenannte Kampfhunde und Schäferhunde sowie deren Mixe finden sich in Etxauri wieder.

Und immer wieder natürlich auch Welpen und kleine Hunde, die aber sehr oft vor Ort vermittelt werden können. Jagdhunde, größere Hunde und vor allem auch ältere Hunde haben viel schlechtere Karten und sind meist auf die Hilfe spanischer und ausländischer Vereine angewiesen, um nicht in Etxauri sterben zu müssen.

Wir versuchen, die Txikas vor Ort so gut wie möglich zu unterstützen und den Hunden aus Etxauri zu helfen, wo immer wir können.
Und dabei brauchen wir Ihre Hilfe in Form von Geldspenden, Futterspenden, Sachspenden, Pflegestellen und Endstellen.
Wir danken Ihnen im Namen der Hunde :-)
 
Sehr erfolgreiche Futterspendenaktion: >>>Winterfutter für Etxauri<<<