Ein Pointer für mich?  -    pointergeeignet?

Herkunft:
Der Pointer gehört zu den englischen Vorstehhunden, dessen Vorfahren von Spanien nach England gekommen sind.
Im Lauf der Jahrhunderte mit dem Blut vom Foxhound, von französischen Laufhunden und, um noch mehr Geschwindigkeit einzubringen, mit dem Greyhound gekreuzt wurden. Durch den Greyhound gibt es heute die Farbe Schwarz im Pointer. An der Statur lässt sich immer noch das Windhunderbe erkennen.
Der Pointer ist aufgrund seiner Intelligenz, Geschwindigkeit und Begeisterungsfähigkeit, eine der beliebtesten Jagdhunderassen. Er zeigt bei der Jagd schon legendäre Fähigkeiten im Aufstöbern und Vorstehen der Beute. Der Hund hält seine Nase in den Wind, bis er Wild wittert, um dann wie erstarrt stehen zu bleiben und durch diese Haltung („point“) das Wild anzeigt.

Beschreibung:
Die Hündin misst etwa 50 cm, der Rüde erreicht eine Größe von ca. 55-60 cm. 
Wie so oft gibt es hier aber Differenzen nach oben und unten. Das Haar ist kurz, fest und vollkommen glatt, mit einem ausgeprägten Glanz.
Die Farben sind weiß-orange, weiß-leberfarben (braun), weiß-schwarz, und weiß-zitronenfarben, aber auch einfarbig und dreifarbig (tricolor).

Verwendung:
Der Pointer arbeitet „quer“, auf diese Art und Weise macht er das Wild (z.B. Rebhühner oder Fasane) ausfindig. Er galoppiert dabei gegen den Wind vor dem Jäger, wobei er in weiten Schleifen das Gelände durchstreift, um die Wildwitterung aufzunehmen. 
Mit hoher Geschwindigkeit hält er seinen Kopf im Wind hängend, denn nur so kann er seinen Geruchsinn voll zur Geltung bringen. 
Hat er mit seinem exzellenten Geruchsinn die Witterung aufgenommen, steht er wie versteinert vor in der typischen Pose und zeigt (to point) das Wild an. 
Die Nase des Pointers ist äußerst sensibel. So kann er aus vollem Lauf die Witterung von Rebhühnern oder Fasanen wahrnehmen, die noch 50 Meter entfernt liegen.
Große Hitze und Anstrengung machen einem Pointer nicht viel aus, aber das Wasser ist nicht unbedingt sein Element, wenngleich er auch hier seine Arbeit macht.
Interessant ist, dass er sich anders verhält als andere Jagdhunde, wenn er ein Beutetier sieht - er jagt nicht, er zeigt an!

Pointer in Spanien:
Ist die Jagdsaison zu Ende, werden die Pointer, die zur Jagd nicht mehr taugen, z.B. nicht schussfest, zu alt oder verletzt sind, im Jagdgebiet zurückgelassen oder in den offiziellen Tötungsstationen abgegeben. Leider kommt es auch nicht selten vor, dass Hunde erschossen, erschlagen, mit Benzin übergossen und  angezündet oder erhängt werden. Oft treibt sie der Hunger auf die Müllkippen, um wenigstens etwas Essbares in den leeren Bauch zu bekommen. 
Die wenigen Tiere, die für gut genug befunden werden, bis zur nächsten Jagdsaison durchgefüttert zu werden, müssen in Verschlägen oder teilweise an viel zu kurzen Ketten ihr jämmerliches Leben fristen. Sie bekommen nur so viel zu essen und zu trinken, dass sie gerade überleben und nicht verhungern.

Charakter:
Der Pointer wird als lernwillig, stets motiviert und ausgeglichen beschrieben. Es sind sanfte, sensible Hunde. Obwohl diese wunderbaren Hunde zumeist sehr wenig Menschenkontakt hatten, bauen sie recht schnell Vertrauen auf und freuen sich unendlich über jede noch so kleine Aufmerksamkeit. 
Aber: Sie sollten davon ausgehen, dass die Hunde aus dem Süden die Umwelteinflüsse in Deutschland nicht kennen, also langsam an alles herangeführt werden müssen. Dazu benötigen Sie Geduld, Zeit und Einfühlungsvermögen.
Viele Pointer wurden zur Jagd eingesetzt, daher unterschätzen Sie bitte nicht den Jagdtrieb. Auch wenn sie von den Jägern „ausrangiert” wurden: Pointer sind und bleiben Jagdhunde. 
Daher ist es unerlässlich, die Hunde (erst einmal) an der Leine zu führen. Damit sie mehr Bewegungsfreiraum haben, ist eine Schleppleine eine sehr gute Alternative. 
Wie bei fast allen Jagdhunden kann man auch bei einem Pointer mit Gewalt oder Geschrei in der Erziehung nicht viel erreichen, sondern man sollte auf liebevolle Konsequenz setzen.
Da Pointer sehr sensibel und feinfühlig sind, gehen sie häufig sehr behutsam mit Kindern um.
Bei genügend Auslastung, z.B. Mantrailing, Agility, Joggen, am Fahrrad oder Pferd mitlaufen, passen sie sich hervorragend an und sind auch - gerade wegen ihres gutmütigen Wesens - als Familienhunde geeignet. Allerdings  ist viel Bewegung und Beschäftigung ein absolutes Muss. 
Diese sanften, liebevollen Hunde schleichen sich mit ihrem unwiderstehlichen Charme in ihr Herz.