Mittelmeerkrankheiten
(MMK)
 
Im Auslandstierschutz ist es die Regel, dass die geretteten Hunde vor Einreise nach Deutschland einen sogenannten Mittelmeercheck unterzogen werden. D.h. sie werden auf die typischen Mittelmeerkrankheiten getestet. Und in Deutschland werden sie dann als "negativ getestet und gesund" vermittelt. 
Leider kann diese Vorgehensweise einem Hund das Leben kosten. Die Adoptanten wiegen sich in vermeintlicher Sicherheit, was die MMK angeht und bei Erkrankung ihres Hundes werden diese von ihnen und dem Tierarzt fälschlicherweise ausgeschlossen. Jede MMK braucht eine ganz spezielle Medikation, um sie erfolgreich bekämpfen zu können. Daraus resultierend erfolgt eine eventuell falsche Behandlung und es geht wertvolle Zeit verloren, die man im schlimmsten Fall nicht wieder gut machen kann. 
 
Es gibt mehrere Gründe, warum ein Testergebnis nicht aussagekräftig ist:
- ein Hund wird kurz nach Blutabnahme infiziert = Test negativ
- ein Hund ist erst kurz vor Blutabnahme infiziert worden = Test negativ
- Hund steht unter Stress (in einer Perrera/Tierheim immer der Fall)
- Hund ist nicht frei von anderen Erkrankungen und/oder nicht parasitenfrei
- Hund ist unter 1 Jahr (maternale Antikörper über die Milch) 
- Hund ist psychisch und/oder physisch in schlechter Konstitution
 
Deshalb testen wir unsere Hunde nur in Ausnahmefällen schon in Spanien (bei sichtbaren Symptomen z.B.). Normalerweise werden sie nach ihrer Einreise nach einer Eingewöhnungszeit hier in DE getestet.

Bei Adoptionen direkt aus Spanien wird auf Wunsch natürlich ein MMK-Test vor Einreise durchgeführt. Natürlich mit dem Hinweis auf die Unsicherheit bezüglich des Resultats. Jeder Hund, der noch in Spanien getestet wurde, muss in jedem Fall nach einigen Monaten in DE nachgetestet werden, wenn man ein aussagekräftiges Ergebnis haben möchte.
 
Bitte klicken Sie für Informationen zu den einzelnen MMK den entsprechenden Button an:
 

Leishmaniose

Babesiose

Ehrlichiose

Dirofilariose

Giardiose