Ein Galgo für mich?    -      galgogeeignet?
Herkunft:
Die Wurzeln des Galgo Español liegen in der Antike. Bereits im 6. Jh. v. Chr. jagten die Kelten mit mittelgroßen Windhunden, die sie dann später auf ihren Zügen auf die iberische Halbinsel brachten. Nach der Unterwerfung der Kelten durch die Römer wurde in der damaligen römischen Provinz Hispania diese Hunderasse Canis Gallicus (gallischer Hund) genannt. Aus dieser Bezeichnung entwickelte sich später das spanische Wort Galgo, das allgemein für Windhund steht.
Großen Einfluss auf diese Hunderasse dürfte aber auch der von den Mauren während der Maurenherrschaft vom 8.–15. Jh. nach Spanien gebrachte arabische Sloughi und der in Spanien beheimatete Podenco Ibicenco ausgeübt haben. 
Der Galgo Español ist einer der Vorfahren des Großen Englischen Windhundes (Greyhound), der ähnliche Rassemerkmale wie der Galgo Español aufweist. Der Galgo Español ist insgesamt zierlicher als der Greyhound, und sein Kopf weist weniger Stop auf.
Im letzten Jahrhundert wurden für Rennen Greyhounds mit den Galgos Españoles gekreuzt, was die Unterscheidung der beiden Rassen für Laien erheblich erschwert. Namen für diese Kreuzungen sind: Galgo inglés-español, Hispano-Ingles oder Galgo-Anglo-Español. Oft wird für sie auch der Begriff Galgo Ingles verwendet, der allerdings auch den reinrassigen Greyhound bezeichnet.

Beschreibung:
Der Galgo Español ist ein 60–70 cm großer und bis zu 30 kg schwerer Windhund (Rüden sind meist größer und schwerer als die Hündinnen). Sein Körper ist langgezogen, der Kopf sehr schmal mit kleinen, dunklen, mandelförmigen Augen mit ruhigem, sanften und zurückhaltendem Ausdruck. Der Stop ist nur wenig ausgeprägt. Er hat einen langen, tiefen Brustkorb und eine schmale Taille. Die Rute ist tief angesetzt und kräftig am Rutenansatz. Sie reicht fast bis zum Boden mit einem leichten oft seitlichen Bogen am Ende (sogenannter "Galgo-Knick"). 
Alles in Allem hat er das athletische Aussehen eines durchtrainierten Sportlers. Muskelbepackte lane Beine, schmaler Körperbau! Immer vorausgesetzt man hat einen gesunden Hund vor sich.
Obwohl er körperlich so zerbrechlich wirkt, ist er sehr widerstandsfähig und robust.
Der Galgo ist der einzige Windhund, den es in 2 Fellvarianten gibt: glatthaarig und rauhhaarig. Das Fell ist beim Glatthaar sehr kurz und fein und beim selteneren Rauhhaar dagegen mittellang (bis ca. 10 cm). Der Galgo kommt in allen erdenklichen Farben vor: schwarz, weiß, braun, beige, gestromt und gescheckt mit allen Farben.
Aufgrund seines Haarkleids, der fehlenden Unterwolle und des deutlich geringeren Unterhautfettgewebes kommt es im Winter in Deutschland oft vor, dass die Hunde  mächtig frieren. Ein „Mäntelchen“ ist dann angebracht und keine Modeerscheinung.

Verwendung:
Der Galgo wurde ursprünglich für die Hasenjagd gezüchtet, kann aber auch auf Kaninchen und Wildschweine angesetzt werden. Er jagt wie alle Windhunde auf Sicht und fängt seine Beute durch seine ausdauernde Schnelligkeit (60 bis zu 65 km/h) und seine blitzschnellen Wendungen.
Um einen Hasen in einem spanischen, offenen Gelände jagen zu können, muss der Hund schnell und ausdauernd sein und sich seiner Umgebung bestens anpassen. Er muss extrem wendig sein, um den Hasen bei plötzlichen Richtungswechseln verfolgen zu können. Auf dem unebenen Gebieten der spanischen Hochebenen, mit Steinen und Löchern, erfordert es eine ungeheure Widerstandskraft, um die Jagd ohne Verletzungen zu beenden. Der spanische Galgo war der Jagdhund des Adels und wurde dann im Laufe der Zeit auch immer mehr von der Landbevölkerung geschätzt. Hier wurde er dann vermehrt zur Hasenjagd gezüchtet, aber auch für Rennen eingesetzt. 
Sein Aussehen entspricht den Kriterien, die die Hasenjagd an einen Jäger stellt. Dadurch ist seine Erscheinung klar und rein und seinem Zweck angepasst.

Galgos in Spanien:
Es ist in Spanien eine alte Tradition, Galgos (spanischer Windhund) zur Jagd auf Hasen einzusetzen.Tausende Hobbyjäger züchten diese Hunde unkontrolliert  unter einfachsten Bedingungen. Sie werden in Verschlägen, Kellern, Zwingern gehalten und meist nur notdürftig versorgt. Raus kommen sie nur zur Jagdsaison von Oktober bis Februar. Sind die Galgos zu alt oder zu langsam für die Jagd, werden sie für ihre Besitzer nutzlos.
Die Folge ist, dass regelmässig nach der Jagdsaison die ausgedienten Hunde auf grausame Art entsorgt  werden.
Man kann sich nicht im Geringsten ausmalen, zu welchen Grausamkeiten der "stolze" Spanier fähig ist, wenn sein Galgo erfolglos und/oder zu alt geworden ist. Werden sie nur ausgesetzt, haben sie wenigstens noch eine kleine Chance zu überleben! Hier sind sie "nur" der Gefahr ausgesetzt, zu verhungern oder überfahren zu werden. Schlimmer ist dann doch das barbarische Verhalten, zu dem der gekränkte Spanier fähig ist. Die armen Hunde werden erschlagen, aufgehängt, gepfählt, überfahren, an Eisenbahnschienen angebunden, mit Benzin übergossen, zu Tode geschleift und bei lebendigem Leib verbrannt.... die Fantasie kennt hier keine Grenzen. Unvorstellbare Qualen, die diese lieben, zarten, unschuldigen Lebewesen zu erdulden haben, bis der Tod sie dann schließlich erlöst. Tausende Galgos landen jedes Jahr in einer der zahlreichen Perreras/Tötungsstationen, die es in Spanien überall gibt und warten dort auf ihren Tod oder auf die Rettung durch Tierschützer. Es sollen mehr als 50.000 Hunde sein (die Dunkelziffer wird weit höher liegen), die jedes Jahr entsorgt werden, von denen ca. 2000 Galgos durch diverse Tierschutzorganisationen gerettet werden können.

Natürlich sollen nicht alle Galguéros über einen Kamm geschoren werden. Es gibt auch Galgueros, die sich um ihre Hunde kümmern, sie nicht quälen oder töten und sie - wenn sie nutzlos geworden sind - zumindest in einem Tierheim oder bei Tierschützern abgeben, so dass sie kein qualvolles Ende erwartet, sondern sie die Chance haben auf ein liebevolles Zuhause. Dies ist nur durch jahrzehntelange, mühevolle Aufklärungsarbeit der Tierschützer vor Ort möglich geworden, die immer wieder mit Jägern das Gespräch suchen. Trotzdem ist hier noch viel Arbeit nötig!

Das Durchschnittsalter der entsorgten Galgos liegt zwischen 2 und 3 Jahren. Dann sind sie "alt" und nutzlos und werden nicht mehr gebraucht. 
Manche Galgos, die sehr gute Jäger waren, bleiben auch einige Jahre länger bei ihren Besitzern und werden als Zuchtmaschine missbraucht, bevor sie dann meist spätesten mit 6-8 Jahren abgegeben werden. 
In Spanien werden die Galgos nicht als Haustiere gesehen - sie sind reine Nutztiere - und fallen deshalb auch nicht unter das eigentlich sehr gute spanische Tierschutzgesetz. Sie sind Wegwerfprodukte in einer Wegwerfgesellschaft! Neue Hunde werden schnell für die nächste Saison produziert. Und somit beginnt alles wieder von vorne.

Der Galgo ist die am meisten gequälte und missbrauchte Hunderasse der Welt! Sie gehören  zu den ärmsten Geschöpfen, massenhaft produziert und auf die grauenhaftesten und bestialischsten Methoden "entsorgt".