Ein Setter für mich?   -   settergeeignet?
Herkunft:
Der English Setter stammt von den sogenannten Vogelhunden ab, die englische Adelige mit zur Jagd auf Federwild nahmen. Der English Setter wurde im 19. Jahrhundert von Edward Laverack "herausgezüchtet". Wie es heißt, verbrachte der Mann mehr als 20 Jahre seines Lebens damit, die schönsten Exemplare dieser Hunde für seine Setterzucht zu suchen. Sein Rüde Ponto und die Hündin Old Moll sollen der Überlieferung nach den Grundstein für den heutigen English Setter gelegt haben. Die ersten Welpen unter dieser Rassebezeichnung stellte er 1860 aus.

Beschreibung:
Ein mittelgroßer Hund von eleganter Erscheinung. Die Größe der Hündinnen beträgt 61–65 cm, die der Rüden 65–68 cm. Oft sind die Hunde aus Arbeitslinien aber kleiner. Das Fell ist lang, seidig und leicht gewellt, an den Hinterläufen hat dieser Hund sogenannte "Hosen" und an den Vorderläufen eine Befederung. Das Fell kann schwarz und weiß, orange und weiß, zitronenfarben und weiß, lederbraun und weiß oder dreifarbig sein.

Verwendung:
Englische Setter werden hauptsächlich bei der Jagd auf Vögel eingesetzt.
Die Nase immer hoch im Wind haltend, suchen sie mit viel Jagdverstand und Ausdauer unter Ausnutzung des Geländes nach Federwild, um es dann sicher und ausdauernd vorzustehen. Läuft das Federwild ab, zieht der English Setter mit katzenhafter Geschmeidigkeit und geduckter Körperhaltung nach, ohne sich diesem so weit zu nähern, dass es abfliegt. Bei entsprechender Ausbildung wird der English Setter aufstehendem Wild nicht nachprellen, es aber auf den erfolgreichen Schuss und ein Kommando sicher finden und apportieren.
Auch im Wasser zeigt der English Setter seine ganze Passion. Mit viel Engagement und Ausdauer erledigt er hier seine Aufgabe. Er stöbert im Schilf, nimmt die Schwimmspur auf und apportiert nach dem Schuss zuverlässig das erlegte Wild. Er ist ein vielseitig einsetzbarer Jagdhund, der sich den jagdlichen Gegebenheiten und Anforderungen des Jägers anpassen kann.

Setter in Spanien:
Den Settern ergeht es nicht besser wie allen anderen Jagdhunderassen in Spanien. Sie werden meist in Rudeln in Hinterhöfen, Garagen, Verschlägen o.ä. gehalten, oft kaum versorgt mit Futter und Wasser. Zur Jagdsaison werden sie herausgeholt und mit zur Jagd genommen. Wer die Erwartungen nicht erfüllt - also aus Jägersicht nicht zur Jagd "taugt" - wird ausgemustert. Das bedeutet sehr oft einen grausamen Tod durch verhungern/verdursten, erschießen, erhängen, erschlagen oder das grausame Töten in einer der Hunderten Tötungsstationen, in denen sie einfach abgegeben werden können. Besonders in Nordspanien ist das Elend der Setter (meist der Englische Setter) sehr groß, da die Jagd mit ihnen dort sehr verbreitet und beliebt ist. Einige wenige haben das Glück in einem Tierheim zu landen, welches von Tierschützern geführt wird oder aus einer Perrera/Tötungsstation freigekauft zu werden und bekommen so die Chance ein hundegerechtes Leben in einer Familie führen zu können. 

Charakter:
Setter haben zwei Seelen in ihrer Brust. Die eine Seele ist die eines Gentleman. Dezent, höflich und sanft. Elegant, aufmerksam und liebevoll. Die andere ist die eines absoluten Kindskopfes, der mit fliegenden Ohren herumtollt, sich überschlägt und überschwänglich schmust. Aber die eine Seite tut der anderen keinen Abbruch. Im Gegenteil. So ist der Setter doppelt sympathisch. Sein freundliches Wesen bezaubert alle Menschen, selbst die, die eigentlich Angst vor Hunden haben. Der Setter ist lieb und freundlich, gutmütig und unterordnungsbereit. In der Regel ist der English Setter durch Konsequenz gut zu erziehen und auch mit anderen Hunden ist er sehr verträglich. Eine harte „Hand“ kann bei diesem sanften, sensiblen Hund allerdings zu völliger Leistungsverweigerung führen. 
Aufgrund seiner Begeisterung für das Leben und seiner unerschöpflichen Energie muss gewährleistet sein, dass ihm genügend Gelegenheit zur Bewegung und sinnvoller Beschäftigung gegeben wird. Man muss einem Setter ermöglichen, soviel wie möglich zu laufen und ihm eine geeignete Aufgabe zugestehen – nur dann wird er auch ein glücklicher Hund sein.
Ob lange Spaziergänge, Herrchen beim Joggen begleiten oder Wanderungen im Gebirge – dieser Hund ist dabei. Kein Berg zu hoch, kein Fluss zu breit, kein Wetter zu schlecht. Nichts Schlimmeres gibt es dagegen für ihn, als ein Dasein als Couchpotatoe zu fristen und täglich nur zwei kleine Runden um den Block schleichen zu dürfen. Als Gentleman wird er das vielleicht klaglos hinnehmen, aber tun Sie ihm so was nicht an! Ein Setter möchte eine Menschenfamilie, die genauso viel Spaß an Feld, Wald, Matsch, Wasser und Gebüsch hat, wie er selbst.