Selbstverständlich gilt dies nicht in einem Notfall/Unfall, wenn das Leben des Hundes akut bedroht ist, sei es eine stark blutende Wunde, Giftaufnahme (auch Verdacht) oder eine plötzlich auftretende lebensgefährliche Erkrankung (z.B. Magendrehung) usw.! In diesem Fall ist die Pflegestelle verpflichtet, mit dem Hund den nächstliegenden Tierarzt/Tierklinik aufzusuchen.
Wie lange bleibt ein Hund in der Pflegestelle? 
Optimaler Weise sollte der Hund bis zu seiner Vermittlung in ein zu ihm passendes und liebevolles Zuhause bei einem tierlieben Menschen in seiner Pflegestelle verbleiben. 
Wie lange es dauert, bis man ein passendes Zuhause gefunden hat, variiert sehr. Es können wenige Tage bis Wochen, aber auch Monate sein. Manche Hunde warten sogar Jahre auf ein eigenes Heim. Welpen, Junghunde und kleine Hunde finden oft schneller ein Zuhause, als ältere, kranke, behinderte oder große Hunde. Manchmal ist aber auch einfach Glück im Spiel und auch ein als schwerer vermittelbar geltender Hund hat innerhalb kürzester Zeit seinen Menschen gefunden oder dieser ihn. Andersherum kann es auch mal sein, dass ein kleiner Hund, Welpe, Junghund lange in der Pflegestelle bleibt, weil sich einfach nicht die richtigen Menschen finden. Manche Pflegehunde brauchen auch erst mal einige Zeit, bevor überhaupt an eine Adoption zu denken ist und das ist unabhängig von ihrem Alter/Größe/Rasse usw.! Nicht jeder, der einen Hund adoptieren möchte, bekommt seinen Wunschhund von uns. Es müssen die passenden Menschen in Bezug auf Größe, Rasse, Verhalten und vor allem Bedürfnisse des Hundes sein. Die Hunde sollen nicht möglichst schnell, sondern möglichst gut vermittelt  werden! 
Bevor Sie sich entscheiden, als Pflegestelle zu fungieren, sollten Sie darüber nachdenken, ob er gegebenenfalls für Monate oder auch länger bei Ihnen bleiben kann, denn ein Pflegstellen-Wechsel ist für den Hund, der vielleicht gerade Vertrauen gefasst hat, auf jeden Fall ein herber Rückschlag. Erschwerend kommt hinzu, dass wir in den seltensten Fällen "auf Knopfdruck" einen anderen Platz für den Schützling haben. 

Was passiert, wenn man vor Vermittlung des Hundes nicht mehr als Pflegestelle zur Verfügung stehen kann? 
Eine für den Hund und uns sehr schlimme Situation entsteht, wenn die Pflegestelle signalisiert, dass Sie die Betreuung für einen aufgenommenen Hund vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr übernehmen kann oder möchte. Meist steht keine passende Ersatzpflegestelle zur Verfügung und im schlimmsten Falle droht dann dem Hund ein Aufenthalt in einer Tierpension. 
Informieren Sie uns daher bitte rechtzeitig (einige Wochen im Voraus), wenn der Hund eine neue Pflegestelle braucht, damit auch wir entsprechend planen können. 
Darf man einen Pflegehund an eine dritte Person weitergeben? 
NEIN! Der Ihnen anvertraute Hund darf ohne schriftliche Zustimmung eines befugten Vereinsmitglieds in keinem Fall Dritten zur 
Haltung und Pflege überlassen werden. 

Kann die Pflegestelle den Hund für immer übernehmen? 
Ja natürlich kann der Hund von seiner Pflegestelle adoptiert werden. Hier gelten für die Pflegestelle die gleichen Regeln, wie für andere Adoptanten auch. Eine Übernahme durch die Pflegestelle ist mit Unterzeichnung eines Adoptionsvertrages möglich, sofern alle Voraussetzungen für eine lebenslange Versorgung eines Hundes gegeben sind, und somit die Zustimmung unseres Vereins vorliegt. 
Wir verstehen nur zu gut, wie schwer es fällt, sich von einem lieb gewonnenen Hund zu trennen. Und für den Hund ist es meist natürlich wunderbar, wenn er seinen Platz nicht mehr wechseln muss. Bedenken Sie jedoch, dass Sie dem Verein und somit weiteren Hunden dann nicht mehr helfen können. Mit jedem 
Wegfall einer Pflegestelle, können wir einem anderen Hund in Not die Aufnahme nicht zusichern, da wir keinen Platz zur Verfügung haben. 
Wie läuft die Vermittlung eines Pflegehundes ab? 
Die Hunde werden - sobald diese für eine Abgabe bereit sind - auf unserer HP, in Vermittlungsforen im Internet und in den Medien zur Adoption ausgeschrieben, damit sich verantwortungsbewusste Tierfreunde melden, um unseren Schützlingen lebenslang ein festes und gutes Zuhause zu geben. 
Gibt es einen Interessenten bekommt dieser erst mal alle nötigen Informationen über den entsprechenden Hund. Hier sollte die Pflegestelle unbedingt mit eingebunden sein und bereitwillig Auskunft geben, optimaler Weise in direktem Kontakt mit dem Interessenten. Denn die Pflegestelle kennt den zu vermittelnden Hund am besten und kann detaillierte Auskünfte zu ihm geben. Der nächste Schritt wäre ein Besuch des Interessenten bei Ihnen als Pflegestelle, um den Hund kennen lernen zu können. Hier kann durch die Pflegestelle bereits eine erste Einschätzung des Interessenten erfolgen. Verläuft dies zur Zufriedenheit aller, der Interessent möchte diesen Hund adoptieren, der Hausbesuch bei diesem verlief positiv, kann der Hund nach Unterzeichnung des Schutzvertrages und Überweisung der Schutzgebühr in sein Zuhause umziehen.
Wir begrüßen eine enge Zusammenarbeit mit unseren Pflegestellen bei der Vermittlung, da sie in der Regel besser einschätzen können, ob es das passende Zuhause für ihren Pflegehund ist bezüglich seines Wesens, Charakters und Verhaltens. Die letztendliche Entscheidung für oder gegen eine Vermittlung obliegt aber dem Verein.

Darf die Pflegestelle einen Pflegehund eigenständig vermitteln? 
Nein! Ohne Zustimmung des Vereins und ohne den vereinsüblichen Ablauf einer Adoption ist eine Vermittlung nicht erlaubt!
Welche Informationen erhält die Pflegestelle über den Hund? 
Natürlich werden ALLE Informationen, die auch dem Verein bekannt sind, vor Einzug des Pflegehundes an die Pflegestelle weitergegeben. Bei den Abgabe- und ausgesetzten Hunden aus Spanien sind diese Informationen meist sehr spärlich, von deren Vorgeschichte weiß man in der Regel nichts. Auch sollte man immer bedenken, dass die Tierschützer vor Ort bezüglich des Verhaltens des Hundes lediglich eine Einschätzung auf die momentane Situation bezogen geben können (Zwingerhaltung, grosser Stress usw.). Ein Hund kann sich in anderer Umgebung aber ganz anders verhalten und anders reagieren in verschiedenen Situationen. Dies kann sich sowohl in positivem , als auch im negativem Sinn zeigen. Ebenso können in den seltensten Fällen irgendwelche Angaben zum Verhalten eines Hundes in Alltagssituationen gegeben werden. 
Ist der zukünftige Pflegehund ein Abgabehund aus einer deutschen Familie, können natürlich meist bessere und viele Informationen über den Hund weitergegeben werden - die Ehrlichkeit der ehemaligen Besitzer immer vorausgesetzt. 
Zum guten Schluss.....
Eine Pflegestelle sollte nach Möglichkeit eigenverantwortlich, selbständig und immer zum Wohle eines Hundes handeln. Bedenken Sie jedoch, dass es auch andere Einflüsse zu beachten gibt. So verfügt der Verein nicht über unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten, um bei einer Versorgung und Betreuung immer optimal handeln zu können, obwohl man sich das natürlich wünschen würde. Das bedeutet, dass man auch schon mal 
Zugeständnisse machen und Kompromisse eingehen muss. Auch ist die Aufnahmekapazität immer sehr begrenzt bzw. ausgeschöpft, so dass eine Unterbringung eines Hundes bei einem Pflegestellen-Wechsel (z.B. bei Urlaub, Krankheit usw.) nicht kurzfristig erfolgen kann und eine Platzierung des Hundes in einer Pension mit sehr hohen Kosten verbunden ist, von der psychischen Belastung des Hundes einmal ganz abgesehen. 

Natürlich wird eine Pflegestelle nicht alleine gelassen bei Fragen und Problemen! Die entsprechenden Mitglieder unseres Vereins stehen Ihnen zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite. 
Wenn Sie nun nicht verschreckt sind, wenn Geduld und Einfühlungsvermögen zu Ihren vorrangigen Eigenschaften gehören und Sie gerne einem unserer Hunde beim Start in sein neues Leben behilflich sein möchten, freuen wir uns, Sie als Pflegestelle begrüßen zu dürfen.